Ein paar Regeln müssen sein…
Eine peer-geleitete Skillstrainingsgruppe lebt davon, dass wir uns gegenseitig in unserem individuellen Lernprozess unterstützen. Deswegen ist es uns ganz wichtig, dass jeder, der zu einer Gruppensitzung kommt, gut in der Verantwortung für sich selbst sein kann. Natürlich kann es jedem von uns mal zu viel werden – auch wenn sich alle bemühen, ist die Gruppe kein absolut triggerfreier Raum.
Wir wünschen uns deshalb von Dir, dass Du nur nüchtern und in einer Verfassung zu einem Treffen kommst, in dem Du gut für Dich selbst sorgen kannst. Sollte es Dir während eines Treffens zu viel werden, haben wir uns die Rote Karte – Regelung vom Trialog abgeguckt, mit deren Hilfe jeder Teilnehmer ganz enfach signalisieren kann, dass gerade etwas zu viel wird.
UNSERE Regeln
Auch bei den Regeln haben wir uns von den erfahrenen Profis vom Trialog inspirieren lassen (lieben Gruß an Anja Link! 😉
- Gleichberechtigung: Alle Gruppenmitglieder sind gleichwertig und bringen ihre spezifischen Erfahrungen ein.
- Respekt und Augenhöhe: Wir begegnen uns auf Augenhöhe und mit gegenseitigem Respekt
- Vertraulichkeit: Gespräche, die in unserem geschützten Rahmen stattfinden, sind vertraulich.
- Themenorientierung: Die Beiträge sollten sich am vorgegebenen Thema orientieren. Im zweiten Teil unserer Gruppentreffen gibt es dann auch Möglichkeit zum freien Austausch
- Subjektive Wahrheit: Die eigene Perspektive ist subjektiv und sollte als solche geteilt werden. Aussagen, bei denen man sich nicht ganz sicher ist, eigene Meinungen, Interpretationen, sollten als solche gekennzeichnet werden, wertschätzend und respektvoll vor der möglicherweisen abweichenden Perspektive des Gegenübers. Keine verbale Gewalt.
- Persönlichkeitsrechte wahren: Private und intime Informationen über andere Personen sollten nicht preisgegeben werden, insbesondere wenn es um sensible Themen wie sexuelle Orientierung oder Krankheiten geht
- Moderation: Die Moderation achtet auf eine ausgewogene Beteiligung, spricht Ermutigungen aus, wenn eine Gruppe stumm bleibt, und benennt Konflikte, damit die Gruppe sie lösen kann.
- Verantwortung: Die Gruppe übernimmt gemeinsam Verantwortung für den Austausch und ggf. für auftretende Konflikte. Persönliche Anmerkungen, ggf Unklarheiten, Umzufriedenheit und andere Anliegen sollten möglichst persönlich beim (nächsten) Treffen besprochen werden – sie lassen sich so viel schneller und zufriedenstellender auflösen, gemeinsam Lösungen finden- und schmerzhafte Eskalation vermeiden, als wenn aus Scham oder Unsicherheit elektronische Medien genutzt werden. Niemand mag Streit – aber häufig finden sich in vermeintlichen Konfliktsituationen die spannensten Entwicklungen – auf die wir so nie gekommen wären. Lernen ist halt manchmal etwas ungemütlich – bringt aber echt so viel

